Tweed für die kalte Jahreszeit - Modewoche

Tweed für die kalte Jahreszeit

Aktuell ist es vielerorts zwar noch spätsommerlich warm und die Sonne strahlt auf einen herab. Jedoch macht sich der Herbst an den bunten Blättern und dem frühen Dunkelwerden bemerkbar. Auch morgens ist es jetzt ziemlich frisch. Zeit also auch seinen Kleiderschrank in Sachen Business-Outfits zu verändern: Wärmere Stoffe, dunklere Farben und langärmelige Oberteile sowie Strumpfhosen kommen jetzt wieder zum Vorschein. Ein Material ist diesen Herbst besonders beliebt, nämlich Tweed. Perfekt geeignet für vielfältige Business-Looks.

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Was ist eigentlich Tweed?

Tweed ist ein Gewebe, welches sich aus vorrangig ein bis zwei Materialien zusammensetzt: Aus Streichgarnen, welcher aus reiner Schurwolle hergestellt wird und ursprünglich aus Schottland stammt. Oder auch aus Mischgarnen, aus Wolle und Chemiefasern. Beim Weben entsteht dabei eine grob, noppig und melierte Textur und letztlich die bekannte gesprenkelte, unebene Oberfläche. Der Begriff Tweed stammt von dem Wort tweel, im Grunde jedoch kommt die Bezeichnung des Stoffs von einem schottischen Fluss, dem Tweed. Tweel jedoch wird abgeleitet von twill, dem englischen Begriff für Gewebebindung.

Im Deutschen nennt man letzteres ebenfalls Twill, „Zwillich“ oder Körperbindung. Dahinter steckt die Webart, welche sich kennzeichnet durch ihr schräg verlaufendes Muster im Stoff. Tweed wird eigentlich mit der Hand hergestellt, woraus das körperbindige Gewebe entsteht. Das heißt, der Stoff ist zwar sehr dicht, aber dennoch flexibel gewebt. In Schottland und auf der britischen Insel brauchte man früher aufgrund des rauen Wetters feste Kleidung, die schützt. Tweed war dafür sehr geeignet. Beim Jagen, Reiten, Schießen und Fischen zogen die Leute, vor allem der Adel, gerne Kleidung aus dem Material an. Auch heute verbindet man Tweedstoff noch mit derart vornehmen Sportarten, wie dem Reiten, aber auch Golfen und Tennis. Schon zur viktorianischen Zeit war der Stoff für diese Aktivitäten sowie auch Motorsport oder dem Ausflug in die Berge beliebt.

Titel: Tweed
Quelle: ALEKSEY DANILOV via Pexels | Pexels Photo License

Was macht den Stoff aus?

Wie bereits erwähnt, ist es die bestimmte Webart und die schräg verlaufende, karierte Musterung, welche kennzeichnen für Tweed ist. Ganz klassisch wird der Stoff verwendet für Kostüme, also Rock und Blazer, sowie die männlichen Equivalente, Sakko und Anzüge. Auch Accessoires wie Hüte und Mützen, mittlerweile auch Taschen und z.B. Hundekleidung wird daraus gefertigt.

Trend-Teile in Tweed

Aktuell im Trend sind (einmal wieder) Tweed-Blazer. Früher waren es vor allem die Taillierten, heute darf der Blazer auch gern oversized sein. Zudem sind Tweedmäntel sehr beliebt. Aber zusammenfassend gesagt, kann man sich auch ganz in Tweed hüllen, denn komplette Kostüme sind aktuell der Hit.

Weitere Business-Look-Inspirationen findet ihr in diesem Beitrag. Hier zeigen wir euch, wie der French-Look office-tauglich wird.