Gebrauchsgegenstände als Accessoires – ohne Funktion

Das neue Design von Armreifen, Halsketten und Co. trifft jetzt auf Alltägliches – Accessoires, die aussehen wie ein Alltagsgegenstand, aber keine Funktion haben trägt man heute. Beim Betrachten denkt man sich zunächst: Das Teil kann bestimmt etwas. Aber wenn man es sich einmal näher anschaut, stellt man fest, dass es absolut funktions-, sogar sinnlos, ist.

Funktionslose Accessoires: Ein paar kreative Beispiele

Um zu veranschaulichen, was mit funktionslosen Accessoires gemeint ist, haben wir ein paar kreative Beispiele. Die französische Designer-Marke Celine hat z.B. ein Armband auf den Markt gebracht, das wie Handschellen aussieht. Bottega Veneta präsentiert Halsketten in Telefonkabel-Optik, wohingegen Balenciaga die Schieber von Reißverschlüssen zur Kette macht. Goldene Ohrringe von Vibe Harsløf sehen klassischen Bluetooth-Kopfhörern zum Verwechseln ähnlich. Der Schmuck kommt sehr gut ohne Technik aus.

Weiter geht es mit Handtaschen. Von diesen sind z.B. vom Designer Jacquemus mittlerweile solch kleine Formate zu kaufen, dass man sich fragt, wie das I-Phone reinpassen soll. Das trägt man dann wohl einfach in der anderen Hand.

Aber Prada denkt etwas mehr mit: Anstatt einem Gürtel, einfach Hosenträger anziehen. Diese haben sogar ein kleines Täschchen an einem der Riemen. Das ist immerhin schon etwas.

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Jetzt stellt sich nur die Frage, warum etablierte Designer und Labels auf die Unsinns-Accessoires setzen.

Funktion? Einfach witzig!

Die Accessoires sollen einfach ein wenig aufheitern und ein witziges Gadget zum Aufpimpen des Outfits sein. Der Betrachter soll genau das tun, was oben beschrieben wurde: Sich über das skurrile Accessoire wundern und darüber grinsen. Gerade das Unkonventionelle und Ungewohnte sprechen an. Außerdem: Mode ist Kunst, Kunst muss nicht immer einen Sinn haben.

Tatsächliche Alltagsgegenstände als Kunstwerke – ohne Funktion

Weg von Modeaccessoires zum Tragen, werden auch normale Gebrauchsgegenstände, wie z.B. eine Müslischale, umgestaltet. Die Designerin Katerina Kamprani erklärt ihre Vorgehensweise bei Überlegungen von neuen Designs: Zunächst sucht sie sich einen neuen Gegenstand aus, der dann das neue Kunstwerk werden soll. Die Griechin analysiert im nächsten Step die eigentliche Funktion des Gegenstands – und ‚zerstört‘ genau diese. Eine Müslischale bekommt dann beispielsweise mittig ein Loch. Das Label „The Uncomfortable“ von Kamprani wird jetzt schon von vielen gehypet.

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Einfach mal etwas witzig finden und sich daran erfreuen ist also das Motto.

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