Tech/AI - Personalisiertes Shopping - Modewoche

Tech/AI – Personalisiertes Shopping

„Personalisiertes Shopping“ meint 2026 vor allem: Technologie (KI/AI) passt Produktauswahl, Reihenfolge, Inhalte und Services an dich an – damit du schneller findest, was wirklich passt, und weniger Fehlkäufe hast. Das passiert längst nicht mehr nur über klassische „Kunden, die X kauften, kauften auch Y“-Logik, sondern immer häufiger über generative KI-Assistenten, die Fragen verstehen („Ich brauche ein Kleid für eine Winterhochzeit, aber ohne Wolle“) und daraus Vorschläge, Alternativen und komplette Outfits bauen.

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Entdecken, Entscheiden, Kaufen

Der praktische Nutzen zeigt sich an drei Stellen der Customer Journey: Entdecken, Entscheiden, Kaufen. Beim Entdecken helfen KI-Systeme mit besserer Suche (auch „semantisch“: du suchst nach Stil statt exakt nach Begriffen), visueller Suche („finde mir etwas wie dieses Foto“) und kuratierten Feeds. Entscheiden wird KI zum Styling-Coach: Sie kombiniert Produkte zu Looks, schlägt Größen vor und erklärt Unterschiede zwischen ähnlichen Artikeln. Kaufen übernehmen Assistenten teils sogar Routinejobs wie Deal-Tracking oder Nachkaufen von Verbrauchsartikeln (z. B. „kauf nach, wenn der Preis fällt“).

Fit & Virtual Try-On

Besonders stark wächst das Feld Fit & Virtual Try-On: KI schätzt Passform und Größen besser ein, und Virtual-Try-On/Avatare sollen die Lücke zwischen „sieht gut aus“ und „passt wirklich“ schließen. Für Mode ist das ein Riesenthema, weil Retouren teuer sind und Frust erzeugen – personalisierte Passform-Tools versprechen weniger Fehlkäufe und mehr Sicherheit beim Bestellen.

Titel: Eine Afrohaarige Frau Im Karierten Blazer
Quelle: Ron Lach via Pexels | Pexels Photo License

Chat-Interfaces

Parallel verändert sich die „Einkaufsoberfläche“: Shopping findet zunehmend in Chat-Interfaces statt (Copilots, Shopping-Chats, KI-Suchergebnisse). Darum investieren Plattformen wie Shopify in Funktionen, die sicherstellen sollen, dass Marken in diesen KI-Umgebungen korrekt dargestellt werden und nachvollziehbar bleibt, über welchen KI-Kanal ein Kauf kam.

Surveillance Pricing

Die Kehrseite: Personalisierung braucht Daten – und kann sich „creepy“ anfühlen. Kritisch diskutiert wird besonders „Surveillance Pricing“ (hochgradig personalisierte bzw. dynamische Preise je nach Zahlungsbereitschaft), weil das Vertrauen zerstören kann, wenn Menschen vermuten, dass sie „individuell teurer“ kaufen.

Titel: Nahaufnahme Fotografie Zwei Brown Cards
Quelle: Pixabay via Pexels | Pexels Photo License

EU AI Act

Regulatorisch gilt in der EU: Mehr KI im Shopping bedeutet auch mehr Pflichten. Der EU AI Act setzt u. a. Transparenzanforderungen für bestimmte KI-Systeme (z. B. wenn du mit einem Chatbot interagierst, soll erkennbar sein, dass es KI ist). Zusätzlich bleibt Datenschutz (GDPR) und Plattformregulierung (DSA) wichtig – gerade bei Profiling, Werbung und Schutz von Minderjährigen.

Fazit

Unterm Strich ist „Tech/AI – personalisiertes Shopping“ 2026 ein Deal: mehr Komfort, bessere Treffer, weniger Retouren – wenn Anbieter transparent sind und du Kontrolle über Daten, Personalisierung und Preislogik behältst.

Personalisierte Schmuckideen stellen wir hier vor.

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